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Ich schmecke was, was Du nicht siehst: DINNER IN THE DARK

„Essen im Dunkeln“ ist eine außergewöhnliche Erfahrung, die voll und ganz aufs Sehen verzichtet – und dadurch andere Sinne wie Riechen, Fühlen und vor allem Schmecken noch intensiver anregt.
Dinner in the Dark bringt blinde und sehende Menschen näher, baut Barrieren ab und eröffnet dem sehenden Publikum einen völlig neuen Zugang zu Getränken und Speisen.

Zum Start des Abends gibt es einen kleinen Aperitif im hellen Foyer im Dialoghaus.

Dann geht es in die Dunkelheit, mit einer Schnuppertour durch das Ausstellungserlebnis Dialog im Dunklen.
Haben sich Eure Augen an die Dunkelheit gewöhnt, werdet Ihr von Eurem Guide an Euren Tisch im DINNER IN THE DARK Raum geführt.
Ihnen könnt Ihr voll und ganz vertrauen, denn sie wissen aufgrund ihrer eigenen Sehbehinderung oder Blindheit, wie man sich in der Dunkelheit orientiert.

Und dann geht’s die nächsten zwei Stunden nur darum, Eure Geschmacksnerven herauszufordern und zu belohnen.
Freut Euch auf puren Genuss, der verschiedene saisonale Köstlichkeiten nicht nur auf Euren Tellern, sondern auch auf der Zunge zu einer echten Geschmacksexplosion vereint.

Begrüßungssekt | Schnuppertour | Vorspeise | Suppe | Hauptgang | Dessert | Absacker

Pro Person 79 Euro, ohne Getränke.

Immer freitags und samstags. Aufgrund der hohen Nachfrage bis Weihnachten auch an diesen Donnerstagen:

Do. 13.10. / Do, 20.10. / Do. 24.11. / Di. 06.12. / Do. 29.12.

Rosmarin Buendel auf schwarzem Hintergrund, Dinner in the Dark Motiv

Die Entstehungsgeschichte vom Dinner in the Dark - Essen im Dunkeln

Die Ursprungsidee zum Dinner in the Dark entstand im Rahmen des Theaterfestivals in Avignon 1993.

Der Produzent für die erste Ausstellung Dialog im Dunkeln in Paris in Frankreich, Michel Reilhac, lud an einem Abend ein paar Freunde ein, um ein Essen im Dunkeln zu veranstalten. Der Erfolg war durchschlagend, da alle Beteiligten diese Erfahrung sehr genossen. Michel hat dann in Folge in Paris auch unabhängig von Dialog im Dunkeln in Paris und anderen Städten Dinners unter dem schönen Namen Le Gout de Noir durchgeführt.

Diese Initiative gipfelte in einer TV Show: Guess who is coming for dinner. Hier wurden Prominente eingeladen und niemand wusste, wer noch am Tisch saß. Über Infrarotkameras wurde diese Sendung dem Publikum vermittelt und konnte sich eine Zeitlang im Programm halten. Allerdings traute man blinden Menschen nicht zu den Service zu leisten, sodass Kellner mit Nachtsichtgeräten ausgestattet wurden, um die Gäste zu bedienen. Das war für uns ein Grund uns hiervon zu distanzieren.

Die Idee von Dinner in the Dark gewann Dank des unternehmerischen Engagements von fünf Personen einen enormen Schub. In Deutschland begann Axel Rudolph unter dem Namen Unsicht-Bar ein Gastronomiekonzept im Dunkeln zuerst in Köln, dann in Berlin und in Hamburg zu vermarkten. Diese Unsicht-Bars laufen zum Teil noch heute und haben ihrerseits weitere Dunkelrestaurants hervorgebracht. In Berlin entstanden in direkter Folge weitere Orte, an denen im Dunkeln getrunken und gegessen werden konnte. Nocti Vagus ist hier zu erwähnen. In Zürich war die Ausstellung Dialog im Dunkeln im Museum für Gestaltung 1998 zu Gast. Eine Gruppe von blinden Menschen um Stefan Zappa und Jürg Spielmann entschlossen sich die Idee des Dinner in the Dark aufzugreifen und einen eigenständigen Veranstaltungsort aufzubauen. Es entstand die Blinde Kuh in einer adaptierten Kirche, die bereits ihr 20jähriges Jubiläum gefeiert hat. In Paris übernahm Edouard de Broglie das Konzept und baute mit Dans Le Noir eine ganze Kette auf. Zur Zeit gibt es 10 Dans Le Noir Restaurants weltweit.

Die Idee von Dinner in the Dark hat sich durchgesetzt und ist heute ein fester Bestandteil der Erlebnisgastronomie. Tausende kleinere oder größere, temporäre oder permanente Dinner in the Dark werden angeboten. Doch selbst im Dunkeln gibt es Schatten: Manche Veranstalter beschäftigen keine blinden Kellner, statten die Gäste mit Nachtflugbrillen aus oder servieren mit sehendem Personal. Damit wird die Idee korrumpiert.

Dinner in the Dark ist ein offenes Konzept, es bringt blinde und sehende Menschen näher, baut Barrieren ab und eröffnet dem sehenden Publikum einen völlig neuen Zugang zu Getränken und Speisen. Das ist der Kern. Und den gilt es zu erhalten.

Logo Dinner in the Dark Hamburg
+49 (0)40 309 634 0 Mo - Sa 11-15 Uhr
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